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Über unsere Sammlungen

Kopfbild Sammlungen

Seit ihrer Gründung im Jahr 1805 wird der Bestand der Kantonsbibliothek laufend erweitert. Der Aufbau der Sammlung erfolgt kontinuierlich und systematisch nach einem Sammelprofil. Einzelne Sammlungen entstehen aus Kooperationen mit kantonalen Institutionen oder infolge von Schenkungen oder Erbschaften. Gemäss ihrem Auftrag strebt die Kantonsbibliothek eine vollständige Sammlung der Vervöffentlichungen an, die den Kanton Thurgau betreffen. die Kantonsbibliothek sorgt für die Erschliessung und Aufbewahrung dieser Sammlungen sowie ihre Zugänglichkeit, einerseits für die Forschung, andererseits für die interessierte Öffentlichkeit. Informationen zu den einzelnen Sammlungsbereichen finden Sie unten. Eine detaillierte Beschreibung des historischen Bestands findet sich im Handbuch der Historischen Buchbestände, Band 2 (S. 489-404).

 

Alte Drucke (Signaturen A-W) und Inkunabeln (Signatur X)

Als alte Drucke werden Bücher oder Einblattdrucke bezeichnet, die vor der Einführung des Maschinendrucks um 1830 hergestellt wurden. Die Kantonsbibliothek besitzt 643 Inkunabeln (Druck vor 1500) und ca. 600 Postinkunabeln (Druck 1500-1520) sowie eine beachtliche Sammlung von alten Drucken aus den Bereichen Staats und Rechtswissenschaft, Theologie, Philosophie, Allgemeine Sprachwissenschaft, Geschichte, Literatur, Geographie, Naturwissenschaften, Helvetica und Militaria. Die Inkunabeln sind in einem gedruckten Katalog ausführlich beschrieben, die Postinkunabeln und alten Drucke können vor Ort im Zettelkatalog recherchiert werden.

Bibliothek der Katholischen Kirchgemeinde St. Michael Paradies Schlatt TG

Die Kantonsbibliothek bewahrt seit Herbst 2016 die Bibliothek der Katholischen Kirchgemeinde St. Michael in Paradies/Schlatt TG als Depositum auf. Die Sammlung umfasst 365 Bände überwiegend theologischen Inhalts und wird derzeit erschlossen.

Bibliothek Lassberg (Signatur LASS)

1999 erwarb die Kantonsbibliothek 454 Bände aus der ehemaligen Bibliothek von Joseph Maria Christoph Freiherr von Lassberg, welcher rund einen Viertel seines Lebens auf Schloss Eppishausen bei Erlen verbracht hatte und eine enge Freundschaft zu Johann Adam Pupikofer, dem Kantonsbibliothekar von 1862-1880, pflegte. Die insgesamt ca. 11‘000 Bände umfassende Bibliothek wurde nach Lassbergs Tod 1855 in die Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek zu Donaueschingen integriert, welche in den 1990er Jahren liquidiert wurde.

Die Sammlung aus dem Zeitraum von 1597 bis 1848 wird im Kulturgüterschutzraum aufbewahrt und kann über den Online Katalog recherchiert werden.

Bibliothek Naegeli (Signatur Naegeli)

Willi Naegeli, Direktor der gleichnamigen Tricotfabrik in Berlingen, erwarb in den 1950er bis 1970er Jahren rund 400 Bände überwiegend belletristischen Inhalts zur Unterhaltung seiner Angestellten. Als vermutlich einzige vollständig erhaltene Firmenbibliothek des Kantons ist die Bibliothek Naegeli ein wertvolles Zeugnis der Lesekultur im Kanton im vergangenen Jahrhundert.

Die Bibliothek Naegeli ist über den Online-Katalog zugänglich.

Collectio Cartusiana (Signatur CC)

Aufgrund der Nähe zum ehemaligen Kartäuserkloster Ittingen, wird mit der Collectio Cartusiana ein thematischer Sammelschwerpunkt gepflegt. Grundstock der Sammlung bilden die Bestände, die mit der Säkularisierung des Klosters 1848 in die Kantonsbibliothek gelangten.

Die Sammlung wird laufend ausgebaut und ist über den Online Katalog zugänglich.

Handschriften (Signatur Y)

Die Kantonsbibliothek besitzt rund 400 Handschriften. Ein Grossteil davon stammt aus den aufgelösten Klosterbibliotheken von Ittingen, Fischingen, Kreuzlingen und St. Katharinental. 

Die Handschriften können vor Ort in einem separaten Zettelkatalog recherchiert werden. Die ausführliche Beschreibung der Handschriften ist in Arbeit, die Katalogisate werden im Katalog des Verbunds HAN (Handschriften, Archive und Nachlässe) laufend ergänzt.

Einzelne Handschriften sind auf ecodices, der virtuellen Handschriftenbibliothek der Schweiz, digital zugänglich.

Klosterbibliotheken (Signatur CL)

Im Zuge der Säkularisierung der Thurgauer Klöster Ittingen, Fischingen, Kreuzlingen und St. Katharinental 1848 bzw. 1869 gelangten die Bestände der Klosterbibliotheken in die Kantonsbibliothek. Inkunabeln und Handschriften wurden gesondert aufgestellt (s. oben), ausserdem wurden einzelne Werke in die Signaturengruppen A - W integriert. Alle übrigen Bücher aus den verschiedenen Klosterbibliotheken, darunter Werke theologischen, philosophischen medizinischen und historiographischen Inhalts,  wurden unter der Signatur CL versammelt.

Die Klosterbibliotheken können vor Ort im Zettelkatalog recherchiert werden.

Musikalien (Signatur UK)

Die Kantonsbibliothek verfügt über eine Sammlung von 560 handschriftlichen Musikalien aus dem Kloster St. Katharinental. Die Sammlung umfasst Vokalmusik für Solostimmen, Vokalmusik mit Chor, Instrumentale Solo- und Kammermusik, Konzert- und Orchestermusik sowie Schulwerke von über 130 namentlich bekannten und zahlreichen anonymen Autoren, überwiegend aus dem 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Musikalien sind in einem gedruckten Katalog von Rudolf Werner sowie im Répertoire Internationale de Sources Musicales (Bibliothekssigel CH-FF) erschlossen.

Thurgoviana (Signatur L)

Die Kantonsbibliothek hat den gesetzlichen Auftrag, Veröffentlichungen, die den Kanton Thurgau betreffen, vollständig zu sammeln. Die sogenannten „Thurgoviana“ umfassen gedruckte Publikationen wie Monographien und Sammelbände, Zeitschriften, graue Literatur sowie audiovisuelle Medien.

Sämtliche Thurgoviana können über den Online-Katalog recherchiert werden.

Folgende Thurgauer Schriftenreihen sind ausserdem online zugänglich:

Zeitungen (Signatur Z)

Ebenfalls zu den Thurgoviana zählt die vollständige Sammlung der Thurgauer Zeitungstitel ab 1798. Die insgesamt 80 Titel können über den Online-Katalog recherchiert werden, einzelne Artikel sind jedoch nur unsystematisch erfasst.

Zeitungen können am Informationsschalter bestellt und vor Ort eingesehen werden.

Folgende Zeitungen, die bereits auf Mikrofilm vorliegen, können am Mikrofilmlesegerät im 2. OG eingesehen werden:

  • Z 31: Thurgauer Zeitung (1809-2011)
  • Z 49: Arboner Nachrichten (1897-1911)
  • Z 53: Thurgauer Arbeiterzeitung (1912-1957)
  • Z 53: Thurgauer Post und Arboner Tagblatt (1908-1911)
  • Z 54: Volkswacht am Bodensee (1909-1934)